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In der angesehenen, privilegierten Familie Mendelssohn-Bartholdy war es üblich, an Sonntagen halböffentliche Konzerte anzubieten. Dabei trafen sich alle bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen Schaffens, die in Berlin um die Mitte des 19. Jahrhunderts Rang und Namen hatten.
Für diesen illustren Kreis war es Fanny immerhin vergönnt, gemeinsam mit ihrem Bruder Felix Konzerte, bekannt als «Sonntagsmusiken», vorzubereiten und durchzuführen.
Sie dirigierte dabei Orchester und Chöre, und es gelangten auch vereinzelt Kompositionen aus ihrer Feder zur Aufführung.

Der Chor Salenstein möchte das Leben und Wirken von Fanny Mendelssohn im Spannungsfeld zwischen ihrer herausragenden Begabung, den gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts und der Beziehung zu ihrem Bruder Felix Mendelssohn durch Musik und Sprache erlebbar machen. Zugleich möchte der Chor dazu beitragen, das Bewusstsein für eine Komponistin zu stärken, deren künstlerische Bedeutung erst lange nach ihrem Tod die verdiente Anerkennung gefunden hat.
